Sonntag, 13. März 2016

[Rezension] Das Mädchen das Geschichten fängt

Nach dem Tod ihres jüngeren Bruders Ben zieht die siebzehnjährige Mackenzie Bishop mit ihren Eltern in eine neue Stadt. Eine neue Wohnung, eine neue Umgebung und neue Freunde sollen Mac dabei helfen, den Verlust des geliebten Menschen zu verarbeiten. Dabei ahnen ihre Eltern nicht, dass Mac täglich mit dem Tod in Berührung kommt – beziehungsweise mit den Toten: Mac ist eine Wächterin, die die entflohenen Lebensgeschichten der Verstorbenen einfängt uns ins Archiv – eine Bibliothek, in der die Geschichten aufbewahrt werden – zurückbringt, wo sie ihre letzte Ruhe finden sollen. Doch kaum hat sich Mac in ihrem neuen Zuhause zurechtgefunden, da häufen sich die Fluchtversuche der Verstorbenen. Mac vermutet, dass irgendjemand die Lebensgeschichten manipuliert. Gemeinsam mit dem ebenso attraktiven wie mysteriösen Wächter Wes versucht sie, hinter das Geheimnis des Archivs zu kommen.





 
 ISBN-10: 3453410335 
Verlag: heyne
Paperback: 13,99€
eBook: 10,99€
Seiten: 432
Quelle: randomhouse
 
[Leseprobe]



Über die Autorin:
Victoria Schwab
…lebt in Nashville, Tennessee, und arbeitete nach dem Studium in den verschiedensten Jobs, ehe sie ihre Leidenschaft professionalisierte und Autorin wurde. Bücher hat sie schon immer über alles geliebt – und Geschichten, in denen die Realität aufbricht und etwas Dunkles, Geheimnisvolles, Anderes durchscheint.


Meine Meinung:

Das Buch war überraschend sensibel, melancholisch und tiefgründig. Die Familie versucht während der Geschichte den Verlust des geliebten Bruder Ben zu verarbeiten. Jeder geht anders an die Sache heran. Während Mac versucht sich an die Erinnerungen mit ihrem Bruder zu klammern, beschließt ihre Mutter ihr Leben umzukrempeln und in eine neue Wohnung zu ziehn um darin ein eigenes Café zu eröffnen. Damit auch alle etwas von der ablenkung haben, wird aus dem neuen Café schnell ein Familienprojekt um auf andere Gedanken zu kommen.
Was niemand weiß – Mac ist eine Wächterin, die in den Narrows entlaufenen Chroniken wieder zurück ins Archiv bringt.
Als Mac in der neuen Wohnung einzieht und ein neues Gebiet übernimmt, wachen plötzlich immer mehr Chroniken auf. Doch das ist nicht das einzige was sie beschäftigt. Mac findet heraus, dass vor ein paar Jahren in dem Haus ein Mord geschah, der Täter aber nie geschnappt wurde.
Sie sucht nun im Haus nach Hinweisen was damals wirklich geschah und was die anderen Mieter darüber wissen. Und wer ist diese seltsame Chronik, die einfach nicht entgleiten will? Als immer mehr Chroniken auftauchen und es Mackenzie langsam über den Kopf wächst, bekommt sie Hilfe von dem charmanten Wes der ebenfalls Wächter ist.
Hängt vielleicht alles zusammen? Der Mord? Die Chroniken die immer und immer mehr werden?

Mackenzie ist vom Charakter her eine Kämpferin und hat das meiste was sie kann von ihrem Großvater gelernt, was ich ziemlich cool finde.
Meine Lieblingscharaktere in dem Buch waren Mac, Wes und Roland.
Roland ist Bibliothekar im Archiv und war ein guter Freund ihres Großvater. Für Mac ist er nun so eine Art Ersatz für ihren Großvater. Er hat auch damals zugestimmt Mackenzie zur Wächterin zu ernennen, obwohl sie eigentlich zu jung gewesen wäre und ist einem direkt sympatisch.

Die ganze Sache mit dem Archiv bringt einen doch zum nachdenken. Mir persönlich gefällt die Vorstellung das die Lebensgeschichte eines Menschen in einer großen Bibliothek liegt ziemlich gut, wenn es auf der andern Seite auch einfach nur gruselig ist.

Die Geschichte liegt zwischen Trauer, Neuanfang und Mut, ist aber nie zu gespielt traurig oder depressiv, sonder immer authentisch und geht fühlbar unter die Haut. Ein wirklich sehr gut geschriebenes Buch, dass ich gerne auch wieder lese.
Auch für Nicht-Fantasy-Leser geeignet  ;D


Lieblingszitat:
Ich bin niemand.
Ich bin nichts.
Nur Rauch und Frieden"
-Seite 354

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