Sonntag, 12. Juni 2016

[Rezension] Die Liebe, das Glück und ein Todesfall


Maia stellt keine hohen Ansprüche ans Leben, aber etwas mehr als eine Sozialwohnung und ein Couchpotato-Mann wäre schön. Mit diversen Putzstellen versucht sie, ihre kleine Familie über Wasser zu halten – umso tiefer sitzt der Schock, als sie erfährt, dass ihre Lieblingskundin, eine nette Professorin, verstorben ist. Doch dann die Überraschung: Maia wurde im Testament bedacht, vielmehr: Maias Kinder. Aus dem Nachlass soll das Geld für eine teure Privatschule bestritten werden. Und plötzlich finden sich Maia und ihre Kinder in einer Welt wieder, in der ein Leben ohne Bio-Obst und Geigenunterricht undenkbar ist – und in der ein hinreißender Lehrer Maias Herz höher schlagen lässt .





 
ISBN-10: 3442482135
Verlag: Goldmann
Taschenbuch: 9,99€
eBook:
8,99€
Seiten: 416
Erscheinungsjahr: 2016
Quelle: Randomhouse

[Leseprobe]


Über die Autorin:
Kerry Fisher
…die fließend Italienisch, Spanisch und Französisch spricht, ist in Peterborough aufgewachsen und lebt heute mit ihrem Ehemann, ihren zwei wundervollen Kindern und dem Familienhund Poppy in Surrey. Im Anschluss an ihr Studium an der Bath University hat sie an der City University ein Aufbaustudium zur Journalistin absolviert – um nach einigen Jahren in ihrem vermeintlichen Traumjob zu erkennen, dass sie in Wahrheit vom Bücherschreiben träumt.


Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir gut, ich mag den lila Pastellton und obwohl es vollbepackt ist mit dem Titel (der ja allein schon super viel, eigentlich ja sogar alles an Platz benötigt) und noch einigen Zeichnungen. Wirkt es trotzdem sehr ruhig und schlicht.

Die Geschichte fand ich schön geschrieben, am Anfang hab ich etwas gebraucht um mich reinzulesen, was aber am Sprachstil von zbsp Colin lag. Aber sobald man sich daran gewöhnt hat, dass die Figuren ab und an mal kein `Hochdeutsch` reden und man in der Geschichte drin ist stört es einen nicht mehr, es gibt dem Schreibstil eine besondere Note und unterstreicht hervorragend die Charaktere.

Das Buch greift ein paar typische Klischees auf, die super zur Atmosphäre beitragen und mal zutreffen aber auch wiederlegt werden. Die Charaktere sind alle sehr liebevoll aufgebaut. Sie sind nicht immer verständnisvoll oder unvoreingenommen, was sie aber sehr menschlich wirken lässt, schließlich ist keiner von uns perfekt.
Das Maia etwas mit dem Lehrer an der Privatschule anfängt finde ich vom Grundbausteine eine gute Idee, die aber etwas besser hätte umgesetzt werden können. Für mich wirkt das zusammen treffen der zwei am Anfang etwas plötzlich und geht mir viel zu schnell.
Clover ist wirklich ein schräger Charakter, sie war mir direkt sympathisch. Sie ist etwas verrückt, hilfsbereit und voller Lebensfreude. Ihr Erziehnungsstil ist seeehr leger und definitiv auf hohem Spaßfaktor ausgelegt (Mountainbike fahren im Salon finde ich jetzt nicht ganz empfehlenswert… wenn man einen hat ;D ) Das einzige was mich an ihr und ihrer Beziehung zu Maia stört, ist das die zwei obwohl sie sich so gut wie alles erzählen und sich das Herz ausschütten, sich trotzdem siezen.
An der Geschichte ist einfach toll das man miterlebt wie Maia Schritt für Schritt immer besser mit ihrem `neuen` Leben zurechtkommt und trotz der vielen Hürden die sie nehmen muss, dass alles irgendwie meistert und immer für ihre Kinder da ist. Man fiebert immer mit ihr und hofft, dass es nun endlich besser wird.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte, mit einer märchenhaften Überraschung am Schluss.


Mein Lieblingszitat:
>>Warum lachst du denn, Mum?<< […]
Das war eine sehr gute Frage.
-Seite 347
Danke an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

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