Sonntag, 6. November 2016

[Rezension] Dunkelsprung

Julius Birdwell, Goldschmiedemeister, Flohdompteur und unfreiwilliger Einbruchkünstler, wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich eine ruhige, unbescholtene Existenz führen zu können. Doch als seine Flohartisten einem plötzlichen Nachtfrost zum Opfer fallen und die geheimnisvolle Elizabeth Thorn in sein Leben tritt, überstürzen sich die Ereignisse. Ein Magier wird ohnmächtig, eine alte Dame macht sich in einem gestohlenen Lastwagen davon, ein Detektiv mit Konzentrationsstörungen findet zu einem ungewöhnlichen Haustier, und Julius sieht sich auf einmal mit existentiellen Fragen konfrontiert: Wie befreit man eine Meerjungfrau? Wie viele Flöhe passen auf eine Nadelspitze? Und warum ist das Leben trotz allem kein Märchen? Julius bleibt nichts anderes übrig, als sich weit über den Tellerrand seiner Welt hinauszulehnen und den Sprung ins Unbekannte zu wagen. Ein phantastisches Abenteuer beginnt … 






ISBN-10: 3442485428
Verlag: Goldmann
Hard Cover: 19,99€
Taschenbuch: 9,99€
eBook: 8,99€
Seiten: 384
Erscheinungsjahr: 2016
Quelle: randomhouse
 
[Leseprobe]


Über die Autorin:
Leonie Swann
…wurde 1975 in der Nähe von München geboren. Sie studierte Philosophie, Psychologie und Englische Literaturwissenschaft in München und Berlin. Mit ihren ersten beiden Romanen „Glennkill“ und „Garou“ gelang ihr auf Anhieb ein sensationeller Erfolg: Beide Bücher standen monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten und wurden bisher in 25 Sprachen übersetzt. Leonie Swann lebt heute umzingelt von Efeu und Blauregen in England und Berlin.


Meine Meinung:

Ich muss sagen als ich überlegt hab mir dieses Buch zuzulegen, war ich erst etwas skeptisch.
Ein Geschichte in der ein Haufen Flöhe fast schon die Hauptrollen übernehmen?!?
Aber der Klappentext klingt schon so wunderbar kurios und das dunkle Cover mit den Zirkuszelten macht Lust auf die Geschichte dahinter.

Die Geschichte ist eine Mischung aus magischer Abenteurerreise und dedektivischem Krimi.
In dem ersten Kapitel, dass man liest, bekommt man eine Zirkusvorstellung zu sehn. Wunderschön und einfach atemberaubend. Ab diesem Zeitpunkt war ich schon begeistert vom Schreibstil und der Geschichte.
Im darauf folgende Kapitel taucht der Julius Birdwell vom Ende der Geschichte auf, der nochmal darüber nachdenkt, wie es überhaupt zu diesen ungewöhnlichen Ereignissen im Verlauf der Geschichte kam (wirklich beusst war mir das aber erst am Schl… naja eher eben als ich für die Rezi nochmal durchgeblättert hab… also falls ihr das Buch auch mal lest – und dass solltet ihr! – sollte man vielleicht das zweite Kapitel nochmal lesen).

Die Geschichte ist zudem wunderbar durchdacht. An manchen Stellen dacht ich noch ‚man der Charakter war jetzt aber unnötig‘ und im nächsten Kapitel hat plötzlich alles Sinnn gemacht :D
Nachdem man das Buch gelesen hat, in dem wirklich die verrücktesten Wesen vorkommen, fragt man sich trozdem. Was ist jetzt die Wirklichkeit? Denn das, was man vorher nur der Magie und Fantasie zugeschrieben hat, kommt einem plötzlich so viel realer vor, als die Realität die vorher geherrscht hat.
Alles, glaube und unglaube, hängt von der eigenen Einstellung ab. Wenn wir nicht daran glauben das etwas fantastisches geschieht, geschieht es wahrscheinlich auch nicht.

Meine Lieblingscharaktere waren Elizabeth, Green und das Legulas :D
An Green hat mir am besten gefallen, wie er sich im laufe der Geschichte weiterentwickelt und einsieht, dass das vergessen eines Problems nicht immer die Lösung ist und zu einem selbstbewusteren Mensch wird, der endlich weiß was er im Leben erreichen will und mit seiner Vergangenheit im reinen ist.
Das Legulas ist einfach nur drollig *-* Ich will auch soeins!


—————————-Spoiler————————————–
Man könnte meinen das der Mythos Vampir, von Julius abgeleitet wurde und die Menschen (die nicht gemerkt haben, dass das alles Floheigenschaften (trinken Blut, mögen keine Sonne) sind -denn wer rechnet denn mit soetwas- ) ihn einfach Vampir gennant haben.
—————————-Spoiler Ende——————————-


Auch wenn das Ende, meiner Meinung nach, etwas zu flott war (das hätte man durchaus noch ein/zwei Kapitel ausbauen können), war es trozdem schön. Alles so wie man es sich wünscht und ein bisschen mehr.
Ich bin gespannt ob es zu diesem Buch noch irgendwann eine Vortsetzung gibt. Vom Ende muss es zwar nicht sein,wäre aber möglich und ich würde mich sehr freuen wenn es einen zweiten Teil gäbe.

Das Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights und ich kann es allen nur empfehlen.


Lieblingszitat:
"Niemand ist einfach nur, was er ist,
und niemand ist vollkommen das, was andere in ihm sehen."
-Seite71
"Die wichtigen Dinge sind die, die wir nicht sehen. […]
Sehen wir sie nicht, weil sie wichtig sind,
oder sind sie wichtig, weil wir sie nicht sehen???“
-Seite116
„Blut rieht gut und Blut tut gut“
-Seite175
„Hummelhimmel“
-Seite228

Danke an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

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